Eutin war im wahrsten Sinne des Wortes nur Axel Prahls Geburtsstadt. Die jungen Jahre verlebte er in Neustadt in Holstein. Besonders gern vergnügte er sich am schönen Lenster Strand, wo er herrliche Jugendzeiten verbrachte. Die Leidenschaft für Musik kennzeichnete ihn sehr früh, mit nur 5 Jahren sang er schon im Kirchenchor in Neustadt. Als Jugendlicher spielte er Irish Folk und liebte fortan die Gitarre (später hat er auch klassische Gitarre gelernt). Mit 14 Jahren nahm er an einem Musikwettbewerb in Neustadt teil, sang das Lied „Der Frauenmörder“ und erreichte den 1. Platz! Später wurde es etwas holperig. Er legte die Mittlere Reife ab und ging dann mit einem Freund und seiner Gitarre als Straßenmusiker nach Spanien. Das ging aber nur 3 Monate gut. Um nach Deutschland zurückzukehren, musste er sogar seine geliebte Gitarre verkaufen!
(NDR-Doku „Moinsen! Ich bin Axel Prahl“ zum 65. Geburtstag, gesendet am 22.03.2025).
Nach der Rückkehr besuchte er ein Fachgymnasium und holte auf dem 2. Bildungsweg das Abitur nach. Am Liebsten wollte er damals erst Pfarrer werden, „der arbeitet ja nur 1x pro Woche“, dann Lehrer, „die haben ja viel Ferien“ (s. o. NDR-Doku). Das nach dem Abitur begonnene Mathematik- und Musikstudium brach er nach 5 Semestern ab. Es folgten Jobs als Bierfahrer, Gleisbauer und Kellner. Auf Anraten einer Mitbewohnerin absolvierte er dann von 1982-1985 ein Studium an der Schauspielschule Kiel.
Danach ging es richtig los! Nach ersten Auftritten als Schauspieler ab 1984 hatte Prahl ab 1992 regelmäßige Engagements an Theatern. Seine erste Band „Impulse“ gründete er noch zur Schauspielschulzeit, entschied aber dann 1992, sich auf die Schauspielerei zu konzentrieren.
Sein Fernsehdebüt war noch 1992 im Film „Schlafende Hunde“ von Max Färberböck. Im gleichen Jahr war er in einer Folge der Serie „Miami Vice“ einer der Synchronisatoren und der erste Kinofilm „Nachtgestalten“ folgte 1999. Prahl hatte eine Nebenrolle als Polizist. Diesen Rollentypus wurde er nie wieder los.
Seit 2002 spielt er als Hauptkommissar Frank Thiel zusammen mit Jan Josef Liefers in den nun fast schon 25 Jahren sehr beliebten Münsteraner Tatort-Krimis. Brummelig und norddeutsch, so kennt und liebt ihn dort das TV-Publikum.
Bis 2024 wirkte Axel Prahl in 32 Kinofilmen, 31 Fernsehfilmen, 10 Fernseh-Serien, bei 14 Hör- büchern und div. Hörspielen sowie in vielen Synchron-Sprechrollen mit. Auch die musikalische Ader zeigte viele Erfolge. Z. B. spielte und sang er mit Jakob Ilja seine eigene Neuinterpretation des Songs „Du bist nicht allein“ im gleichnamigen Kinofilm. Für den Film „Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester“ (2019) schrieb er die Filmmusik. Er sang im Duett mit Vanessa Mai, 2021 mit Roland Kaiser und Jan Josef Liefers eine Coverversion von John Lennons „Happy Xmas (War is over)“ und er tritt regelmäßig mit seinem „Inselorchester“ auf, so auch vor einigen Jahren bei den „Eutiner Festspielen“. In Eutin wurde er daher auch mit dem Eintrag in das „Goldene Buch“ der Stadt geehrt. Was besonders beeindruckend an ihm ist: Er wirkt nicht nur sehr menschlich und authentisch, zum Anfassen, wie „einer von uns“. Er ist auch so. Starallüren sind ihm fremd.
Axel Prahl ist seit 2014 in 3. Ehe mit Silja Prahl verheiratet. Sie leben in Brandenburg. Aus den ersten 2 Ehen hat er 4 Kinder. Am 26. März 2025 feierte er seinen 65. Geburtstag. Nur wenige Tage später wurde wieder ein Film der Münsteraner Tatort-Serie ausgestrahlt mit dem recht lustigen Titel „Fiderallala“.
Axel Prahl wird seinem Fan-Publikum sicher noch viele Jahre Spannendes, Lustiges und Musikalisches bieten.